Ciuf (gesprochen Tschuf)

Rasse Mischling
Geschlecht männlich
geb.

im Frühjahr 2014

Ciuf ist am 24. Februar 2015 bei uns eingezogen. Er stammt aus Rumänien, wo er von einer deutschen Tierschützerin aus einem Auffanglager gerettet und zu uns gebracht wurde. Ciuf ist ein außergewöhnlich freundlicher und geduldiger Hund, der sehr intelligent ist, Übungen sofort versteht und sich über jegliche Aufgaben freut. Anderen Hunden und Menschen gegenüber ist er sehr freundlich und interessiert. Er läßt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn ein anderer Hund ihm gegenüber aggressiv ist. Er liebt Spaziergänge und Kuscheln und freut sich über jede Zuwendung. Auch Welpen gegenüber ist er äußerst zärtlich und freundlich. Wenn er sich sehr freut, lächelt Ciuf einen direkt an. Geschirr- und Leinentraining kennt er bereits und auch ein einfacher Abruf oder das Herankommen mit Absitzen stellt für ihn überhaupt kein Problem dar. Für Suchspiele ist er schnell zu begeistern.

Hühner würde er gerne verfolgen, aber beim Spaziergehen zeigte er bisher keinen weiteren Jagdtrieb. Katzen findet er interessant (jedoch nicht aggressiv) und mit etwas Übung wäre ein Zusammenleben mit Katzen eventuell denkbar. Beim Autofahren wird ihm nach ca. 30 Minuten schlecht, hieran muss noch etwas geübt werden.

Ciuf sucht seine Familie, bei der er endlich ankommen darf.

Am 14. März 2015 haben wir Fotos während eines Spaziergangs gemacht:


Am 26. März 2015 ist Ciuf in sein neues Zuhause umgezogen. Er wird bei sehr lieben Menschen in einem hübschen Haus mit Garten leben. Wir wünschen ihm und seinen Leuten ein schönes Leben miteinander.

Am 02. April 2015 haben wir uns über Post gefreut:

Mein lieben Freunde in den Häusern der Hoffnung,

ich könnte sagen, daß ich mich in meinem neuen Zuhause gut eingelebt habe, aber das wäre maßlos untertrieben: tatsächlich fühle ich mich sauwohl. Ich brauche ja viele Streicheleinheiten, und die bekomme ich ausgiebig. Meinen Lieblingsplatz bei Euch im TierHeim auf dem Sofa habe ich hier auf Sofa, Betten und Ohrensessel wiedergefunden. Mein Wohlgefühl drückt sich in enormem Appetit aus, was mich selbst überrascht. Meine ausgiebigen und aufregenden Gassigänge machen eben hungrig.
Aufregend sind die Menschen hier im Dorf, die von meiner freundlichen Begrüßung sehr angetan sind. Besonders aufregend aber sind die vielen Tiere am Wegesrand: An die Hühner hab´ ich mich schon gewöhnt, allmählich auch an die Ziegen und Schafe, die Kühe (noch im offenen Stall) sind mir etwas zu groß; und dann gibt´s hier noch 2 langhalsige Lamas, die pfeifen und flöten, wenn sie mich sehen - sehr aufregend.
Mit meinen Artgenossen, die gibt´s hier auch reichlich, darf ich wegen meiner OP - Narben leider noch nicht tollen, aber im Garten hab´ ich schon ein paar Mal sehr schnellen
Kreisverkehr absolviert. Mein Frauchen wunderte sich, daß ich nach solchen Abenteuern und Anstrengungen keinen Durst hatte. Aber jetzt hat sie es kapiert, das Zauberwort heißt
"Geschmacksverstärker". Sie gibt mir ein paar Tropfen Sahne ins Wasser und dann ist die Schüssel im Nu trocken.

Am 07. November 2015 haben wir uns über Post gefreut:

Aus dem Leben von Ciuf in Egerndach für seine Freundinnen bei Häuser der Hoffnung e.V.

Jetzt sind es schon sieben Monate her, dass Ciuf als neues Familienmitglied bei uns eingezogen ist. Er hat uns in dieser Zeit ziemlich auf Trab gehalten, was aber nichts daran ändert, dass wir ihn lieb haben wie am ersten Tag. Wir haben uns daran gewöhnt, dass er ein Morgenmuffel ist. Während des Tages und abends "redet" er fortwährend mit sich selbst und mit uns, aber morgens nach dem Aufwachen ist er stumm wie ein Fisch. Macht nichts, er zeigt uns tagsüber, dass er uns mag und eine starke Beziehung zu uns aufgebaut hat.

Draussen ist natürlich vieles interessanter als wir. Da sind die vielen Tiere hier auf dem Dorf. An die Kühe, von deren Mist er immer und gerne einen Happen aufnimmt, hat er sich gewöhnt, auch an die Hühner, Enten, Ziegen. Was die vielen Mini-Shetland-Ponys um die Ecke betrifft, so hat er mittlerweile erkannt, dass dies keine Hunde zum Spielen sind. Mit den Lamas in der Nachbarschaft steht er noch auf Kriegsfuss, vielleicht, weil die mit ihren langen Hälsen so arrogant von oben herab schauen.

Alles, was sehr schnell rennt (Katzen, Hasen, Rehe) macht ihn schier verrückt, dann hängt er an der langen Leine und schreit sich den Frust aus dem Hals. Gut, dass er seine Freunde zum Rennen und spielen  im Garten empfangen kann. Vom Rauhhaardackel bis zum Golden Retriever ist ihm da alles recht. Aber sein bester Freund ist der Basset Bruno. Die Ringkämpfe (Freistil) über zehn Runden und mehr sind eine eindruckvolle Demonstration an Lebensfreude.

Mit einem Trick konnten wir ihm auch das Autofahren schmackhaft machen. Wir haben das Hundebett, das Ihr ihm netterweise mitgegeben habt, in den hinteren Autobereich gestellt. Und siehe da, er springt hinein und macht sich´s bequem. So sind jetzt auch längere Ausflüge möglich, z.B. kürzlich nach Salzburg. Die vielen Menschen haben Ciuf kaum gestört, er war voll damit beschäftigt, an jedem seiner "Lieblinge", den Buxbäumchen, das Bein zu heben.

Weniger angenehm war für Ciuf der letzte Besuch beim Tierarzt. Wir haben in der Wohnung vieles in Sicherheit gebracht,  aber die Mottenfalle hat er doch gefunden und ein Stück Karton mit dem zwar nicht giftigen (da öko)  aber sehr anhaftenden Klebstoff gefressen. Wegen der Gefahr von Darmverklebungen hat er eine Spritze bekommen, die alsbald seinen gesamten Mageninhalt gleich einem Vulkan entleerte. Zuhause angekommen, signalisierte er uns, er sei jetzt hungrig. Überhaupt, Ciuf frisst gern und er schmust gern. Ersteres muss rationalisiert werden, damit er keine Kugel wird. Die Streicheleinheiten bekommt er ausgiebig als Dank dafür, dass er unser Leben so abwechslungsreich macht.

Viele liebe Grüsse von Andrea, Georg und Ciuf


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