Tagebuch - Archiv Sept. - Okt. 2007

An dieser Stelle berichten wir in unregelmäßigen Abständen über unsere Arbeit im Tierschutz


Dienstag, 30. Oktober 2007

Sternchen hatte in der vergangenen Woche erhebliche Probleme mit der Verdauung. Ständig hatte sie Bauchweh, war nahe an einer Kolik. Nun bekommt sie eine spezielle Diät und seitdem ist es etwas besser geworden. Allen anderen Pferden geht es gut.

Eine Colliehündin mit großen kahlen Stellen ist abgegeben worden. Sie ist 3 1/2 Jahre alt, unheimlich niedlich und anhänglich gegenüber Menschen und voller Angst gegenüber anderen Hunden. Dank der Zusammenarbeit von Collie in Not e.V., dem Rosenheimer Tierschutzverein und Häuser der Hoffnung e.V. konnten wir bereits ein neues Zuhause für sie finden. Nun muss noch herausgefunden werden, was diesen massiven Haarausfall verursacht hat. Die neuen Halter haben schon einen Termin beim Tierarzt - wir sind gespannt auf die Untersuchungsergebnisse.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Heute war ich mit Andrea, die uns Lanzelot brachte, lange am Stall oben. Wir haben die Pferde geputzt, mit ihnen gekuschelt - es war richtig entspannt und schön, trotz des schlechten Wetters (Schneeregen). Vor einiger Zeit haben wir so genannte Heunetze angeschafft. Das sind Netze, in die man das Heu reinstopft, damit die Pferde dann richtig was zu tun haben, um es aus den Maschen wieder herauszuzupfen. Sozusagen Beschäftigungstherapie für die langen Wintermonate mit wenig Weidegang. Lanzelot liiiiiebt die Netze. Er steht stundenlang und zupft, findet das richtig klasse.

Samstag, 20. Oktober und Sonntag, 21. Oktober 2007

Das Wochenende verläuft ruhig. Alle fressen wieder normal, haben kein Bauchweh. Seit einigen Tagen haben wir Schnee - leider sehr naß und pappig, was die Stallarbeit erschwert. Die Pferde haben schon ihr dickes Winterfell und sind gegen die Kälte gut gewappnet. Sie sehen richtig süß aus, wie kleine Teddybären.

Freitag, 19. Oktober 2007

Ich komme morgens mit der Schonkost für Sternchen rauf zum Stall, alles ist in Ordnung. Aber mittags kommt ein Anruf von Ulli, ich solle zum Stall kommen: Siddhartha hat eine Kolik! Das gibt`s doch nicht... Also wieder das gleiche Procedere: Tierarzt, Spritzen, das Legen einer Nasen-Schlund-Sonde können wir ihm aber ersparen.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Sternchen hat eine Kolik. Sie zittert am ganzen Körper, hat furchtbar Bauchweh, wälzt sich herum - wir rufen natürlich sofort den Tierarzt. Der kriegt die Kolik auch Dank Spritzen und Einlauf über die Nasen-Schlund-Sonde schnell in den Griff, Gott sei Dank. Morgen soll sie erst mal Schonkost kriegen.

Dienstag, den 16. Oktober 2007

Brenda und Henry haben jetzt zwei Zimmer nebeneinander, getrennt nur durch eine Gittertür. So wollen wir sie langsam zusammen gewöhnen. Mit der Tür klappt es ganz gut... mal sehen, wie es so weiter geht.

Freitag, den 12. Oktober 2007

Wallace darf jetzt schon stundenweise raus, was er sehr genießt, weil sein Huf weiterhin gut abheilt. Gut, dass wir so schönes, sonniges Wetter haben, sonst wäre es mit seinem Verband sicher schwierig. Hoffentlich ist die Wunde bald ausgeheilt, so dass er wieder den ganzen Tag bei der Herde sein kann.

Dienstag, 09. Oktober 2007

Wallace Huf geht es etwas besser, aber er darf noch immer nicht auf die Weide. Sein Brunder bleibt die ganze Zeit bei ihm, es ist wirklich rührend mit anzusehen. Wenn ich die anderen Pferde morgens raus lasse, bleibt Lanzelot bei Wallace und wenn ich ihn dann mit einem Führstrick auf die Weide bringe, rennt er sofort wieder zum Ausgang und wiehert nach Wallace, sobald ich ihn abgehängt habe. Also lasse ich ihn wieder rein und die beiden stehen dann einträchtig zusammen, putzen sich oder fressen gemeinsam.

Sonntag, den 07. September 2007

Mirjam und Britta versuchen, Brenda und Henry zusammen zu gewöhnen, damit die gemeinsam in einem Zimmer wohnen können. Wir haben die Hoffnung aufgegeben, einen der beiden vermitteln zu können. Deshalb wäre es natürlich schön, wenn sie Freundschaft schließen und sich so gegenseitig Halt geben könnten. Ein erster gemeinsamer Spaziergang lief ganz gut, wie die Fotos zeigen.

Freitag, 05. September 2007

Als ich heute morgen zum Stall kam, stand Wallace mit dick geschwollenen Bein da, konnte gar nicht mehr auftreten und schaute ziemlich "ärmlich" drein. Also - die Tierärztin musste kommen. Irgendwie scheint es in diesem Jahr bei den Pferden wie verhext zu sein. Ständig ist eines krank. Die Diagnose: Beginnender Hufabzess.

Dienstag, den 02. Oktober

Heute haben wir beim Transport eines kranken Pferdes geholfen. Eine alte Stute, nicht mehr reitbar und deshalb für ihren Besitzer wertlos. Sie ist nun auf einem Gnadenhof, wo sie den Rest ihres Lebens bleiben kann. Während des Transports war sie sehr aufgeregt, aber auf dem Hof angekommen schaute sie sich gleich neugierig um. Als ob sie spüren würde, dass sie hier willkommener ist, als in ihrem alten "Zuhause".

Sonntag, den 30. September

Heute ist Henry zurück gekommen. Seine neuen Halter kamen dann doch nicht mit ihm zurecht. Zuerst haben wir uns große Sorgen gemacht, ob Henry in ein "schwarzes Loch" fällt, wenn er jetzt wieder zurück kommt. Aber die waren unnötig: Er kam freudestrahlend rein und lief gleich in sein altes Zimmer. Gott sei Dank!

Samstag, den 29. September

Nach langen Regentagen endlich wieder Sonne. Pferde, Katzen und Menschen genießen es.

Anruf bei uns, weil bei der Tankstelle im Dorf ein Hund zugelaufen war. Kein Problem, ich wußte, wo der hingehört. Er war allerdings mäßig begeistert, nach Hause gebracht zu werden...

Donnerstag, 27. September 2007

Oben am Stall versorgen wir seit ein paar Monaten einen Kater. Anfangs war er extrem scheu, sauste immer in Panik davon, wenn er uns kommen sah, fraß aber offensichtlich mit von Mimis` Futter. Deshalb haben wir schon immer mehr hingestellt, als sie brauchte. Nach einigen Wochen blieb er in einer Distanz von vielleicht 10 Metern und beobachtete uns, wann wir das Futter raus stellten und nach weiteren Wochen kam er schon zu dem Tisch, an dem wir das Futter richten. Schließlich ließ er sich auch streicheln und heute hat er sich zum ersten Mal auf den Arm nehmen lassen zum Kuscheln. Man merkte, dass er hin- und hergerissen war in seinen Gefühlen: Einerseits Schnurren beim Streicheln, andererseits hektische Flucht, sobald irgendein ungewohntes Geräusch auftauchte. Er heißt Moonshine Silver und ist bei uns, den Pferden und der Stallkatze Mimi herzlich willkommen.

Dienstag, 25. September 2007

Heute haben wir den Stall innen umgebaut, um mehr Platz für die Pferde zu schaffen. Es war viel Arbeit und wir danken im Namen der Pferde den fleißigen Helfern Heike, Hansi, Werner und Alois!

Samstag, 22. September 2007

Herrliches Wetter, die Pferde und Ponys genießen es!

Pablo, ein bildschöner Pointer-Windhund-Mix kann in seinem jetzigen Zuhause nicht bleiben. Wir werden ihn in den nächsten Tagen auf unserer homepage vorstellen. Eventuell zeichnet sich aber schon eine Lösung ab: Esther hat Praktikum und sich spontan in Pablo verliebt. Sie würde ihn gern nehmen, allerdings ist die Frage, ob er sich mit ihrem alten Rüden vertragen würde... die nächsten Tage werden eine Entscheidung bringen.

Donnerstag, 20. September 2007

Ein trauriger Tag: Heute ist Brenda`s Freund über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir haben überall Kerzen für ihn angezündet, um ihm den Weg nach drüben zu leuchten. Brenda ist einsam.

Wieder viele Hilferufe für die unterschiedlichsten Hunde. Es ist unmöglich, sie alle aufzunehmen - aber noch unmöglicher ist es, angesichts solcher Zustände nicht zu helfen.

Mittwoch, 19. September 2007

Brenda`s Zimmergenossen geht es immer schlechter...

Montag, 17. September 2007

Ein ganz normaler Montag. Nichts besonderes. Manchmal ist das auch ganz erholsam.

Sonntag, den 16. September 2007

Turbulente Tage liegen hinter uns! Isabella war aus der mageren Weide ausgebrochen, stand stundenlang auf fetter Wiese, schaufelte Klee und Gras in sich rein - bis sie schließlich eine Kolik hatte. Wir mussten den Tierarzt rufen, sie kriegte eine Nasenschlundsonde gelegt, bekam mehrere Spritzen, musste dann ein paar Tage diäten. Jetzt geht es wieder.

Wallace geht es weiterhin besser, er läuft schon wieder ganz gut und kann wieder mit den anderen im Offenstall stehen. Eine Woche war er in "Einzelhaft" in einer Box, wohl mit Blickkontakt zu den anderen - trotzdem fand er es mehr als doof!

Henry ist in sein neues Zuhause umgezogen, alles läuft recht gut und für Brenda, die Brandlbracke brauchen wir nun ganz dringend einen guten Platz. Ihr Hundefreund, mit dem sie sich ein Zimmer teilt, wird bald sterben und dann wird sie voraussichtlich in ein tiefes Loch fallen. Gibt es denn nicht jemanden da draußen, der sich auch für einen etwas schwierigeren Hund interessiert?!

Montag, der 10. September 2007

Der Tierarzt war da - Wallace geht es besser, er darf auf die Weide. Und, man glaubt es kaum, die Sonne scheint. Also stimmt es doch, dass immer immer wieder die Sonne aufgeht... (frei nach Jürgen Marcus).

Morgen und Übermorgen bin ich wieder auf Tournee für den Verein, Köln und Borken sind dran. Hoffentlich kommen viele Besucher zu den Abendveranstaltungen, damit wir viele Spendengelder einnehmen, denn die brauchen wir wirklich dringend.

Samstag, den 08. und Sonntag, den 09. September 2007

Es regnet schon wieder, die Pferde frieren - Lifrase und Lanzelot haben wir eingedeckt.
Wallace war am Samstag deutlich besser und am Sonntag wieder schlechter dran mit seinem rechten hinterem Bein. Ullie und Kerstin haben eine Notbox aus Baumstämmen gebaut, damit er ruhig steh. Am Montag muss in jedem Fall noch mal der Tierarzt kommen.

Freitag, 07. September 2007

Endlich hat der Dauerrregen aufgehört und die Pferde durften für ein paar Stunden auf die Weide. Als ich am Nachmittag zum Stall fuhr, um sie wieder rein zu holen, lahmte Wallace hinten links so stark, dass er für den kurzen Weg (100 Meter) von der Weide auf das Paddock fast eine halbe Stunde brauchte. Das Fesselgelenk war dick geschwollen, er trat kaum noch auf und hatte offensichtlich starke Schmerzen. Also die Tierärztin gerufen.

Jetzt hat er Schmerzmittel und Antibiose bekommen, aber wir wissen noch immer nicht wirklich, was er eigentlich hat. Er bekommt Medikamente und soll über das Wochenende ruhig stehen. Dann sehen wir weiter. Also haben wir ihm notdürftig einen eigenen kleinen Stellplatz gebaut, getrennt von den anderen, damit er wirklich seine Ruhe hat.

Hoffentlich geht es ihm bald wieder besser. Dieses Jahr ist irgendwie "der Wurm drin". Dauernd ist eines der Tiere krank... Das tut uns leid für den, den es gerade erwischt hat und macht uns wegen der Kosten etwas Bauchschmerzen. Aber es hilft nichts... da müssen wir nun durch. Wird ja wohl irgendwann auch wieder aufhören mit der "Krankenstation" bei Häuser der Hoffnung e.V.

Mittwoch, 05. September 2007

Die Berge ringsherum sind weiß! Ja, vom Schnee, Ihr werdet`s kaum glauben! Die Pferde frieren noch mehr, den alten Lifrase habe ich sogar eingedeckt für die kalten Morgenstunden. Die wärmende Decke fand er toll!

Es regnet ununterbrochen. Ein Wolkenbruch nach dem anderen...

Montag, 03. September 2007

Heute hat es einen richtigen Kälteeinbruch gegeben und die Pferde frieren. Sie sind mit dem Fellwechsel noch lange nicht durch und auf solche Temperaturen nicht eingestellt. Die Planung der Weideboxen nimmt langsam Gestalt an. Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die auf unseren Hilferuf reagiert und etwas überwiesen haben! DANKE von mir und von Siddhartha und Lanzelot!